Customized Lasik
Wellenfrontgestützte Lasik
Die wellenfrontgeführte Hornhautchirurgie stellt eine Weiterentwicklung der "traditionellen" Excimerchirurgie dar. Während das Abtragungsprofil bei Standardbehandlungen lediglich sphärisch oder zylindrisch sein kann, erlaubt die wellenfrontgeführte Behandlung zusätzlich die Korrektur von Abweichungen des optischen Systems, die mit einer Brille nicht mehr ausgeglichen werden können.
Der Abbildungsfehler des Auges wird dabei mit Hilfe eines Wellenfront- Sensors ermittelt. Die Berechnung der Wellenfrontdeformation beruht auf den, von dem niederländischen Mathematiker und Physiker Frits Zernike formulierten, unendlich vielen Polynomen. Der ermittelte Wellenfrontfehler ist umso genauer, je höher die Zahl der verwendeten Polynome ist. Für die klinische Praxis werden meist die ersten 20 Polynome herangezogen, aus denen das Ablationsprofil für den Excimer-Laser berechnet wird.
Der Durchmesser des Laserstrahls, der mit beweglichen Spiegeln über die Hornhaut geführt wird (flying spot-Prinzip), beträgt 0,6 bis 2,0 Millimeter und erlaubt eine getreue Modellierung des von der Software vorgegebenen Ablationsprofils.
Die Vorteile dieses Verfahrens im Vergleich zur konventionellen LASIK liegen in der besseren Vorhersagbarkeit der Behandlungsergebnisse sowie der deutlich besseren Sehfähigkeit auch unter Dämmerungsbedingungen.
Seit 2004 wird an der Universitäts- Augenklinik Frankfurt die wellenfrontgestützte LASIK mit Iriserkennung (Iris Recognition) eingesetzt. Die Beschaffenheit der Regebogenhaut (Iris) einzigartig und keine gleicht der anderen. Die Beschaffenheit der Iris ist gewissermaßen mit einem Fingerabdruck vergleichbar. Die Iriserkennung läuft wie folgt ab: Bei der Voruntersuchung wird mittels des Zywave™- Aberrometer die Regenbogenhaut gescannt und eine Art "Karte" er gesamten Iris erstellt. Diese Karte wird bei der eigentlichen LASIK als Grundlage für die Arbeit des Eye-Trackers benötigt.
Weitere Informationen:
Zyoptix Patienteninformation (pdf)
asphärische LASIK
Die asphärische LASIK basiert wie die topographiegestützte LASIK auf einer Kombination von subjektiver Refraktion und einer topographischen Oberflächenaufnahme der Hornhaut. Bei der Hornhauttopographie wird die Hornhaut mit einem Strahl weißen Lichtes abgetastet. Dadurch werden die Krümmungsradien und Erhobenheiten der Hornhautvorder- und Hornhautrückfläche präzise gemessen. Das Resultat ist eine dreidimensionale "Karte" der Hornhaut. Diese Karte liefert dem Operateur zusätzliche Daten für eine "maßgeschneiderte" Laserbehandlung.
topographie-gestützte LASIK
Die topographiegestützte LASIK basiert auf einer Kombination von subjektiver Refraktion und einer topographischen Oberflächenaufnahme der Hornhaut. Bei der Hornhauttopographie wird die Hornhaut mit einem Strahl weißen Lichtes abgetastet. Dadurch werden die Krümmungsradien und Erhobenheiten der Hornhautvorder- und Hornhautrückfläche präzise gemessen. Das Resultat ist eine dreidimensionale "Karte" der Hornhaut. Diese Karte liefert dem Operateur zusätzliche Daten für eine "maßgeschneiderte" Laserbehandlung.
In unserer Klinik wird hornhauttopographiegestützte LASIK seit 2004 unter Verwendung der ORK-Software überwiegend zur Behandlung von irregulären Hornhautoberflächen eingesetzt. Irreguläre Hornhautoberflächen können als Folge eines refraktiv-chirurgischen Eingriffes (LASIK, LASEK, PRK, pIOL) auftreten. Die Abkürzung ORK steht für Optimized- Refractive- Keratektomie.