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15.12.2005
PASCAL® DCT ermöglicht präzise Augeninnendruck nach LASIK
Die Laser-in-situ-Keratomileusis (LASIK) ist ein weit verbreitetes und sicheres keratorefraktives Verfahren zur Korrektur von moderaten Fehlsichtigkeiten. Zunächst wird eine Hornhaut- Lamelle (Flap) mithilfe eines Mikrokeratom präpariert. Anschließend wird mit einem Excimer- Laser und gemäß dem gewählten Ablationsalgorithmus das Hornhautstroma abladiert. Wenn die Laserbehandlung beendet ist, wird die Lamelle wieder an Ihre ursprüngliche Stelle auf der Hornhaut angebracht.
Durch die herbeigeführte Verdünnung des Gewebes im Zentrum oder in der Peripherie der Hornhaut und durch die Veränderung des Krümmungsradius wird die gewünschte optische Korrektur präzise modelliert. Dabei ist die Auswirkung des Verfahrens auf die optischen Eigenschaften der Hornhaut sehr gut untersucht und quantifiziert. Die Auswirkung der LASIK- Behandlung auf die Biomechanik der Hornhaut ist noch nicht ausreichend bekannt und aktueller Gegenstand vieler Untersuchungen weltweit. Insbesondere sind die Konsequenzen für die Messung des intraokularen Augeninnendrucks von herausragender klinischer Bedeutung.
Ein hoher Augeninnendruck (IOD) führt langfristig zu einer irreversiblen Schädigung des Sehnervs die bei Fortschreiten zu Gesichtsfelddefekten und zur Erblindung führen kann. Die genaue Messung des Augeninnendrucks ist von entscheidender Bedeutung sowohl für die rechtzeitige Erkennung eines Grünen Stars (Glaukom) als auch für die Verlaufskontrolle nach eingeleiteter Therapie. Für die klinische Messung des Augeninnendrucks ist heutzutage die Applanationstonometrie nach Goldmann Standard. Dieses Verfahren beruht auf der Annahme, dass die Wölbung der Hornhaut allein vom intraokularen Druck hervorgerufen wird. Der für die Abplattung der Hornhaut notwendige Druck muss dem Druck im Auge gleich sein (Imbert- Ficksches- Gesetz). Das noch heute verwendete Goldmann- Tonometer wurde von Goldmann für eine Hornhautdicke (Pachymetrie) von 520µm kalibriert. Eine starke Abweichung von diesem Wert kann somit zu falschen Ergebnissen bei der Applanationstonometrie (Augeninnendruckmessung) führen. Einige wissenschaftliche Arbeiten haben gezeigt, dass das Goldmann- Tonometer tendenziell einen zu hohen Druckwert bei einer dickeren Hornhaut und einen tendenziell zu niedrigen Druckwert bei einer dünneren Hornhaut angibt. Der Einfluss von weiteren Parametern wie z. b. der Brechwert der Hornhaut (Keratometrie) auf die Messung konnte bisher noch nicht ausreichend geklärt werden.
Durch eine LASIK- Behandlung wird nicht nur die Hornhautdicke und Krümmungsradius der Hornhaut, sondern vermutlich auch weitere biomechanische Eigenschaften im Vergleich zu einer physiologisch unoperierten Hornhaut grundlegend verändert. Aus diesem Grund kommt das Goldmann- Tonometer an die Grenze seines Anwendungsbereiches und die Messung kann ohne weitere Untersuchungen und ohne die Anpassung mit Korrekturformeln nicht übernommen werden.
Ein möglicher Lösungsansatz zur Messung des „wahren“ Augeninnendrucks (IOD) ist die Entwicklung von neuen Geräten, wie z. B. das dynamische Konturtonometer (DCT). Das dynamische Konturtonometer verspricht eine präzise Augeninnendruckmessung ohne Beeinflussung der Hornhautdicke. Hierbei wird durch einen Sensor und unter Erreichen eines spannungsfreien Zustands die direkte Messung des Augeninnendrucks, ohne die Hornhautoberfläche applanieren zu müssen, möglich. Erste klinische Untersuchungen bestätigten, dass die Messung mittels des dynamischen Konturtonometers unabhängig von okulären Parametern wie z.B. Hornhautdicke, Hornhautradius und der Bulbuslänge ist. Ebenfalls nach der LASIK- Operation ist eine präzise Messung des Augeninnendrucks möglich.
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